Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Ein Wald voller Möglichkeiten

Nachrichten aus der Chemie, Juli 2010, S. 748-750, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

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Seit dem Jahr 2007 arbeiteten 15 Partner koordiniert von der Dechema an einer Lignocellulose-Raffinerie, die es ermöglichen soll, Restholz sinnvoll und wirtschaftlich zu nutzen. ”Wir wollen damit die stoffliche Nutzung von Biomasse fördern“, erläutert Dietmar Peters von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, dem zuständigen Projektträger des Bundeslandwirtschaftsministeriums. ”Bislang wird Biomasse überwiegend zur Energieerzeugung eingesetzt. Wir sind an einer stofflichen Verwertung interessiert, weil dabei die Wertschöpfung viel höher wäre.“ Insbesondere die chemische Industrie sei für einen Großteil ihrer Produktion auf Kohlenstoffquellen angewiesen. Als Alternative zum Erdöl sei nur Biomasse denkbar. Denn die Vorräte an Erdgas und Kohle sind begrenzt und die direkte Umsetzung von Kohlendioxid ist auf absehbare Zeit technisch wie wirtschaftlich nicht machbar.

”Das Landwirtschaftsministerium ist daran interessiert, als Rohstoffquelle solche Holzsortimente zu erschließen, die derzeit nicht genutzt werden können“, sagt Peters. Dabei geht es vor allem um minderwertige Laubholz-Sortimente: In Deutschland gibt es bereits seit längerem Bestrebungen, insbesondere Pappeln in

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