Meinungsbeitrag
Egal ist das nicht
Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt
An der Tür zum Sozialraum in der GDCh-Geschäftsstelle in Frankfurt hängt eine Postkarte: „Bevor isch misch uffreesch, isses mer liewer egal“. Wir Hessen haben eben so unsere eigenen Strategien, mit Unangenehmem umzugehen. Aber Vorsicht: Egalsein heißt nicht, alles auszuhalten, und alles auszuhalten heißt nicht resilient sein. Resilienz wiederum bedeutet nicht, dass uns Krisen nichts ausmachen. Die American Psychological Association definiert Resilienz als die Fähigkeit, sich an Belastungen anzupassen und nach schwierigen Situationen wieder handlungsfähig zu werden. Mit anderen Worten: Resilienz ist eine Fähigkeit, die wir alle in diesen unruhigen Zeiten gut gebrauchen können – sei es als Student, Doktorandin oder Redakteur. Worauf es ankommt, darum geht es auch in diesem Heft auf den Seiten 22ff.
Das Gute ist: Resilienz ist nicht gottgegeben. Wir können sie trainieren. Es ändert sich also nichts von einem Moment auf den anderen. Aber langfristig.
Was können wir konkret tun? Zum Beispiel Wahrnehmen statt Bewerten. Akzeptieren, was wir nicht ändern können („Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, …“). Das eigene Nervensystem reguli
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