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Die Kunst des Spritzens

Nachrichten aus der Chemie, September 2019, Seite 98, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Zwischen 1947 und 1950 schuf der US-amerikanische Maler Jackson Pollock (1912 – 1956) mit der Tropfmethode seine berühmtesten Werke. Seine Leinwand lag meist auf dem Boden, und er nutzte die Schwerkraft, um die flüssige Farbe darauf zu tropfen oder zu schleudern, sodass diese oft verspritzte.

Diese Methode, sich künstlerisch auszudrücken, entwickelte Pollock ohne wissenschaftliche Analysen der physikalischen Vorgänge. Zu den Einflüssen, die ihn inspirierten, gehörten neben den europäischen Malern der Moderne die Sandbilder der amerikanischen Ureinwohner. Pollock ging buchstäblich in die größeren Flächen, die er gestaltete, hinein und schleuderte mit tänzerischen Bewegungen seine Farben um sich. Intuitiv entschied er auch, wann ein Tropfbild vollendet war. Von Wissenschaft keine Spur.

Erst lange nach seinem frühen Unfalltod wandte sich die Wissenschaft seinen Farbspritzern zu. Diverse Arbeiten analysierten die fraktale Geometrie seiner Farbkleckse und deren Ähnlichkeit mit natürlichen Fraktalen, was dem Künstler vermutlich gefallen hätte; schließlich fasste er seinen Schaffensprozess als natürlichen Vorgang auf. Die fraktale Geometrie half dem Kunsthandel auch, die ec

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