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Meinungsbeitrag

Der Fluch des Erscheinungstermins

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Am 24. Juli beginnen die Olympischen Spiele. Halt, nein – sie beginnen am 23. Juli. Und auch nicht dieses Jahr, sondern 2021.

Wie alle Monatszeitschriften leiden wir unter dem Fluch des späten Erscheinungstermins. Zwischen Drucklegung und Heftauslieferung liegen gut zwei bis drei Wochen, bei vorproduzierten Beiträgen können es auch schon mal fünf bis sechs sein. Und so freuten sich die Nachrichten in einem Beitrag zu den Tokio-2020-Medaillen schon mal auf die sommerlichen Olympischen Spiele [Nachr. Chem. 2020, 68(4), 38] – die ein paar Tage nach der Heftauslieferung verschoben wurden.

Leser Sch. nahm es sportlich und den Taschenrechner zur Hand. Aus den Informationen, dass „sowohl die olympischen Gold- als auch Silbermedaillen jeweils zu 92,5 % aus Silber [bestehen]; die Goldmedaille enthält zusätzlich sechs Gramm Gold“ und der Information, dass die Medaillen „etwa 500 g schwer“ seien, kam er zum Schluss: Die Silbermedaille enthält 462,5 g Silber. Die Information „zusätzlich sechs Gramm Gold“ macht die Sache kompliziert, denn: Die Goldmedaille mit einer Masse von 506 g enthält nur 91,4 % Silber. Die Aufgabe ist zudem nebenlösig, denn auch eine genau 500 g schwere Gol

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