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Der Duft der alten Bücher

Nachrichten aus der Chemie, Dezember 2016, Seite 1235, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Um den Klimawandel zu stoppen, müssen wir alle einen großen Batzen Kohlenstoff aus dem Verkehr ziehen. Mein bescheidener Beitrag steht in meinen Regalen – 5000 Bücher à 400 g, also zwei Tonnen Kohlenstoff in Form von Papier und Druckerschwärze, für ewige Zeiten endgelagert. Will ich zumindest hoffen.

Als Bonus kann ich auch gelegentlich meine Nase in diese Kohlenstoffendlager stecken, um sie zu lesen oder auch um nur mal hineinzuschnuppern. Wer gerne in alten Büchern stöbert, sie auf dem Flohmarkt oder im Antiquariat erwirbt oder sonstwie ausgräbt, weiß meist auch den markanten Geruch der angegilbten Seiten zu würdigen.

Beschreiben können wir diesen Duft nur schwer, aber das liegt, wie ich erst vor kurzem gelernt habe,1) vor allem an unserer kulturell bedingten Verdrängung der Geruchswahrnehmung. Naturvölker, die beim Jagen und Sammeln ihre Nase benutzen, haben auch das Vokabular, um die für sie relevanten Gerüche zu beschreiben. Leider besitzen sie meist keine alten Bücher, können uns also auch nicht weiterhelfen.

Zum Glück hilft uns die Analytik auf die Sprünge. In der Duftfahne alter Bücher lassen sich mit gängigen Methoden oft mehr als hundert Su

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