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Das Rauschen des Meeres verrät seinen pH‐Wert
Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt
Wind, der auf das Meer trifft, erzeugt Rauschen, das unter der Wasseroberfläche kilometerweit getragen wird. Daran, ob das Rauschen klar oder dumpf klingt, erkennen Forschende nun, wie sauer das Meer ist. Denn Borsäure, Magnesiumcarbonat und Magnesiumsulfat absorbieren die Akustikwellen – Borsäure und Magnesiumcarbonat sind säureempfindlich, Magnesiumsulfat dient als Referenz.
Mit einem Aufnahmegerät maßen die Forschenden das Frequenzprofil des Meeresrauschens an neun Stellen zwischen 500 m und 10 km Tiefe, unter anderem im Marianengraben. Die Forschenden schätzen damit den pH-Wert des Meeres nicht nur lokal, sondern kubikkilometerweit.
Die Moleküle absorbieren das Meeresrauschen aufgrund chemischer Relaxation: Im Meer herrscht ein Gleichgewicht zwischen Borsäure und Borat – je saurer das Meer, desto mehr Borsäure. Durch Akustikwellen ändert sich ständig der Druck und damit das Gleichgewicht dieser Dissoziationsreaktion. Das Entscheidende: Beim Verschieben des Gleichgewichts geht akustische Energie verloren, und diesen Verlust an Meeresrauschen detektie
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