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Das perfekte Treibhausgas ersetzen

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Schwefelhexafluorid ist schwer, inert und langlebig, es trägt über 23 000mal so viel zum Treibhauseffekt bei wie Kohlendioxid. In Turnschuhen, Schallschutzscheiben und Autoreifen ist SF EU-weit inzwischen verboten. Für elektrische Schaltanlagen fehlten bisher die Alternativen. Das ändert sich jetzt.

Die meisten kennen SF6 vor allem von Experimenten aus Vorlesung und Internet: Da das Gas eine fünfmal so hohe Dichte wie Luft hat, lässt es sich wie eine unsichtbare Flüssigkeit in einen Behälter gießen – Papierboote und andere leichte Objekte schwimmen auf dem SF6-Spiegel. Eingeatmet verleiht das Gas eine tiefe Stimme, wie ein Gegenmittel zum Helium, aber potenziell schädlicher für die Gesundheit. Denn durch die hohe Dichte sammelt sich das Gas im unteren Teil der Lunge, und bereits wenige Atemzüge können bewusstlos machen, irreversibel das Zentralnervensystem schädigen und sogar zum Ersticken führen.

Was chemische Reaktionen angeht, ist SF6 hingegen ziemlich langweilig: Es ist praktisch inert, nahezu unlöslich in Wasser, nicht brennbar, ungiftig. Es reagiert nur unter drastischen Bedingungen, etwa mit Alkalimetallen in flüssigem Ammonia

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