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Pigmente

Blaue Zufallsstunde

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Das Zitat von Mark Twain „Nenne mir den größten aller Erfinder: Es ist der Zufall“ trifft besonders für Blaupigmente zu. Beispiele sind die Entdeckung des Berliner Blaus im Jahr 1706 oder die Herstellung des Cu-Phthalocyanins im Jahr 1928. Selbst heute noch kann man unverhofft Blau sehen – etwa im Jahr 2009 bei der Entdeckung des YInMn-Blaus.

Berliner Blau ist ein lichtechtes, tiefblaues, anorganisches Pigment. Es ist auch bekannt unter den Namen Preußisch Blau, Pariser Blau, Turnbulls Blau, Milori Blau oder Vossen Blau. Entdeckt wurde es zufällig um 1706 in Berlin. Georg Ernst Stahl überliefert die Geschichte der Entdeckung in seinem 1731 erschienenen Buch „Experimenta observationes animadversiones“.

Vom Entdecker Johann Jakob Diesbach sind keine genauen Lebensdaten und auch kein Porträt bekannt. Man weiß jedoch, dass er eigentlich einen roten Farbstoff herstellen wollte: den Florentiner Lack. Dazu behandelte er – wie üblich – eine Lösung von Cochenille-Läusen mit Alaun, Eisen(II)sulfat und Pottasche. Als ihm die Pottasche ausging, nutzte er eine Lauge, die sein Alc

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