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Wenn Kunst‐Stoff verrottet

Nachrichten aus der Chemie, Oktober 2012, S. 994-996, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Kunststoffe sind nicht nur praktisch, sie können auch schön sein. Vor allem ermöglichen sie neue Formen und Werke. Der dänische Designer Verner Panton erlangte Berühmtheit mit seinem hinterbeinlosen Stuhl aus nur einem einzigen Stück Kunststoff — dem Copolymer Acrylester-Styrol-Acrylnitril. Der französisch-US-amerikanische Künstler Arman häufte Gebrauchsgegenstände wie Spielzeugautos oder leere Farbtuben zu Arrangements in Plexiglashüllen und prägte damit eine neue Art der Objektkunst. Und die niederländische Künstlerin Madeleine Berkhemer fertigt Skulpturen aus Nylonstrümpfen, die wie riesige Kronleuchter an der Zimmerdecke prunken.

Nach dem zweiten Weltkrieg entdeckten immer mehr Künstler neue Materialien für sich: Polyurethanschäume, Celluloseacetat und -nitrat, Polyamide, Polymethylmethacrylat, Polycarbonat, Weich-PVC und Co. “Diese Werkstoffe waren kunsthistorisch unbelastet”, erklärt Friederike Waentig, Expertin für die Restaurierung von Kunststoffen an der Fachhochschule Köln. “Die Künstler konnten sehr frei und ohne Interpretation damit arbeiten.” Dass diese Materialien auch Nachteile mit sich bringen, wurde erst später klar.

Kunststoff als Kulturgut

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