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Von der Natur des Wasserstoffs in Metallen

Nachrichten aus der Chemie, Dezember 2016, S. 1185-1187, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Die Geschichte der Metallhydride beginnt vor 150 Jahren: Thomas Graham berichtet über die Fähigkeit von Palladium, große Mengen Wasserstoffgas aufzunehmen.

Thomas Graham (1805 – 1869, Abbildung 1) war ein schottischer Chemiker, der Diffusion und Effusion von Gasen und Kolloiden untersuchte. Im Jahr 1866 entdeckte er, dass Palladium große Mengen Wasserstoffgas aufnimmt.1) Das dabei „okkludierte“, also absorbierte Gasvolumen beträgt bis zum 935-Fachen des Metallvolumens.2) Dadurch verliert das Palladium etwa ein Viertel seiner elektrischen Leitfähigkeit und erheblich an Zugfestigkeit. Aus diesen Beobachtungen schloss Graham, dass Palladium porös ist und Wasserstoff als Flüssigkeit in das Metall eintritt. Das Produkt betrachtete er als Legierung von Wasserstoff und Palladium und ordnete damit gasförmigen Wasserstoff als Dampf eines sehr flüchtigen Metalls ein – 100 Jahre nach der Entdeckung von Wasserstoff fehlte noch das Ordnung bringende Periodensystem der Elemente, das gerade im Entstehen begriffen war: Erst im Jahr 1869 lag es in seiner jetzigen Form vor.

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