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Schokolade: Genuss ohne unerwünschte Zusatzstoffe

Kaum ein Lebens- und Genussmittel begleitet die Menschheit so lange wie Schokolade. Vermutlich bereits gegen 1500 v. Chr. nutzten die Olmeken als erste die Früchte des Kakaobaums. Die Azteken benannten dann ein Getränk aus kaltem Wasser und Kakao „xocolatl“ und legten damit den Grundstein für unsere heutige Schokolade. Für unsere heutigen Verhältnisse kaum vorstellbar: Da bei den Azteken Kakao als berauschendes Lebensmittel galt, war der Konsum erwachsenen Männern vorbehalten – Frauen und Kinder gingen leer aus.

In Europa beginnt die Kulturgeschichte der Schokolade mit Christoph Columbus. Er brachte von seinen Reisen aus Amerika Kakaobohnen mit, ohne aber zu wissen, was damit anzustellen sei. Erst Mitte des 16. Jahrhunderts wurde Schokolade als gesüßtes Getränk am spanischen Hof populär. Von da an war der Siegeszug der Schokolade kaum aufhaltbar.

Als dann im frühen 19. Jahrhundert das noch heute gültige Verfahren zur Produktion von Kakaopulver entwickelt wurde und sich die Zuckerindustrie ausbildetet, wurde Schokolade auch für die breite Bevölkerung erschwinglich. Mehr und mehr Schokoladenfabriken entstanden und legten den Grundstein für eine breite Verfügbarkeit.

In geringen Dosen genossen, bringt Schokolade einige gesundheitliche Vorteile mit sich. So enthält ungesüßtes Kakaopulver das mit Koffein verwandte Theobromin, das auf den Organismus mild und dauerhaft anregend und leicht stimmungsaufhellend wirkt. Leider birgt der Genuss von Schokolade aber auch gewisse Risiken: Neben einer Gewichtszunahme aufgrund des hohen Zucker- und Fettgehalts kann der Kakaobestandteil der Schokolade auch gesundheitsschädliche Stoffe wie Cadmium oder Acrylamid enthalten. Damit wir diese Stoffe nicht ohne es zu wissen zu uns nehmen, führen Lebensmittelchemiker*innen entsprechende Analysen durch. Was dabei wichtig ist und welche Rolle die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) dabei spielt ist Thema des Beitrags „Referenzmaterialien für Kakao – Schokolade: Genuss ohne Reue“.

Dieser Artikel erschien zuerst auf faszinationchemie.de.

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