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Meinungsbeitrag

Nichts zum Lachen

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Im Angesicht des Schreckens bleibt nur grimmiger Humor: Nachdem wir mit Galyna A. Ushakova – einer ukrainischen Chemikerin aus Dnipro – ein Interview geführt hatten [diese Nachrichten, S. 9], fragten wir nach russischen Luftangriffen auf die Stadt besorgt nach, ob es ihr gut gehe. Naja, mailte sie, wenn man so sehe, was die Bomben und Raketen anrichten, müsse man sich eingestehen, dass Versuche, die Labore vor dem Schlimmsten abzusichern, nur Anti-Stress-Maßnahmen für einen selbst seien.

Nein, es ist nicht lustig zurzeit. Und auch auf dieses Aprilheft – traditionell das Nachrichten-Heft zum Schmunzeln und Lachen – legt sich Bedrückung. Wir haben es trotzdem versucht mit dem Humor. Anti-Stress-Maßnahmen halt.

Denn auch wir werden einen Preis zahlen müssen (schon mal gegoogelt, welche Branche mit am stärksten auf Erdgas angewiesen ist?). Doch Selbstmitleid ist unangemessen im Angesicht derer, die um ihre Existenz und ihr Leben bangen. Wird die Solidarität mit den Millionen halten, die nur mit einem Koffer und dem, was sie am Leib trugen, ihre Heimat verlassen mussten? Oder werden bald wieder die 2015-darf-sich-nicht-wiederholen-Rufer zu hören sein?

Nach dem Wisse

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