Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Lifestyle‐Produkte statt Lebensmittel

Nachrichten aus der Chemie, Mai 2023, S. 36-38, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Die Regelungen der Europäischen Union zu neuartigen Lebensmitteln verhindern einerseits, in Krisenzeiten schnell zu reagieren und beispielsweise traditionelle Kohlenhydrat- und Proteinquellen durch Agrarprodukte aus Drittländern zu ergänzen. Andererseits verhindern die EU-Regelungen nicht, dass Nahrungsergänzungsmittel ungeprüft auf den Markt kommen.

Die weltweite Verknappung von Agrarrohstoffen aufgrund der Versorgungsengpässe durch die Covid-19-Pandemie1) und den Krieg zwischen Russland und der Ukraine2) sowie der Trend zu mehr Nachhaltigkeit in den Versorgungsketten haben Bemühungen verstärkt, Energie- oder Proteinquellen durch neuartige Lebensmittel zu ersetzen. Das können landwirtschaftliche Nebenprodukte sein, die derzeit auf dem Abfall entsorgt werden, oder neue Pflanzen und Insekten.

Beispiel Cannabidiol

Neuartige Lebensmittel bedürfen in der Europäischen Union (EU) einer Zulassung, die eine toxikologische Bewertung einschließt.3, 4)

Ein Beispiel für die Defizite der Novel-Food-Verordnung VO (EU) Nr. 2015/2283 bei Umsetzung und Vollzug sind die Cannabidiol(CBD)-Produkte

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