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Im Glashaus leben, wachsen, sich vermehren

Nachrichten aus der Chemie, Dezember 2016, S. 1145-1147, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Kieselalgen haben Zellwände aus biomineralisiertem Silikat. Um diese aufzubauen, nehmen sie gelöste Kieselsäure auf und scheiden diese ab. Die Mikroalgen sind aber nicht nur Baumeister, sie erspüren die Kieselsäure auch und orientieren sich an Gradienten dieser anorganischen Ressource.

Kieselalgen oder Diatomeen sind mikroskopisch kleine Organismen, die in nahezu allen Weltmeeren, Flüssen und Seen leben. Die Algen kommen dabei sowohl in Biofilmen vor als auch frei schwebend im offenen Wasser als Phytoplankton. Durch ihre Verbreitung und ihre photosynthetische Aktivität übernehmen sie nahezu ein Fünftel der globalen CO2-Fixierung. Sie tragen damit zur globalen Photosyntheseleistung ähnlich viel bei wie sämtliche Regenwälder der Erde.

Kieselalgen treiben nicht nur atmosphärische Prozesse an, sondern sie haben auch eine zentrale Position im globalen Silikatkreislauf, in dem sie jährlich zirka sieben Gigatonnen Silicium umsetzen.1) Dies liegt an ihrer charakteristischen Eigenschaft, Zellwände aus Silikat aufzubauen. Resultat sind nanostrukturierte Zellen, oft mit vielen Ornamenten (Abbildung 1).

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