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Geschüttelt, nicht gerührt – Kugelmühle statt Kolben

Nachrichten aus der Chemie, Mai 2020, S. 66-69, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Mörser und Pistill dienen im Labor hauptsächlich dazu, Proben zu zerkleinern und zu homogenisieren. Aber dieses Werkzeug lässt sich auch als Reaktionsgefäß nutzen. Die Mechanochemie ermöglicht Produkte, die über Chemie in Lösung nicht zugänglich sind.

Die Reaktionsführung unter mechanischem Einfluss ist in manchen Fällen effizienter als die in Lösung. Der größte Vorteil ist jedoch die Ersparnis von Lösungsmitteln. Dies ist besonders bei Reaktionen im industriellen Maßstab entscheidend. Viele Reaktionen in Lösung benötigen Hilfsbasen oder Lösungsvermittler. In der Mechanochemie sind viele dieser Hilfsstoffe unnötig, was die Methode weniger umweltschädlich macht.

Die Reaktoren für die Mechanochemie reichen von Mörser mit Pistill, die von Hand bedient werden, bis zu elektrisch betriebenen Kugelmühlen (Abbildung 1). In die Mühlen werden mit Kugeln und Reaktanden bestückte Metallbecher eingesetzt. Diese werden verschlossen und dann geschüttelt, gerührt oder ähnliches, um Energie einzutragen.

https://media.graphcms.com/Fj10FqUTy9MAuoW7vFyw
Kugelmühle (Retsch Mixer Mill MM 400, links oben), Metallbecher und Kugeln (M

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