Gesellschaft Deutscher Chemiker
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Meinungsbeitrag

Die Gretch*innen‐Frage

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Den 69. Jahrgang der Nachrichten aus der Chemie starten wir mit einem veränderten Passus im Impressum: „Die Nachrichten aus der Chemie wollen in ihren Texten alle Geschlechter ansprechen sowie abbilden und nutzen dafür eine gendersensible Sprache. Wenn einzelne Sprachformen generisch verwendet werden, schließen diese uneingeschränkt alle anderen Sprachformen ein.“

Neu daran ist, dass wir gendergerechte Sprache ausdrücklich als Ziel anstreben. Prämisse der Redaktionsarbeit bleibt die gute Lesbarkeit der Texte. Doch das wird kein K.-o.-Argument sein, um dann doch wieder ausschließlich auf das generische Maskulinum zu setzen und alles andere mitzumeinen. Wir wollen dem mittlerweile in vielen Qualitätsmedien etablierten Standard folgen, am Textanfang sowohl die männliche als auch die weibliche Form zu benutzen und anschließend abzuwechseln.

Doch ein journalistisches Produkt wie die Nachrichten ist keine Satzung und kein hochoffizielles Manifest. In der Dreizeilenmeldung über einer Ausschreibung kann auch mal nur der „Antragsteller“ genannt sein. Wobei: Dieses Wort ist ja eher ein generisches Bürokratikum, und jede Redakteurin ist sowieso verpflichtet, bürokratische Blähs

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