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Hildegard-Hamm-Brücher-Preis

Video: Preisträgerinnen-Interview mit Petra Mischnick

Vera Köster, ChemistryViews, im Gespräch mit Petra Mischnick, der ersten Preisträgerin des Hildegard-Hamm-Brücher-Preises für Chancengleichheit in der Chemie 2021. Die Auswahlkommission würdigte mit der Verleihung vor allem das bereits 2002 von Petra Mischnick initiierte Agnes-Pockels-SchülerInnenlabor an der TU-Braunschweig. Das Projekt war eines der ersten seiner Art und zeigte mit seinem Vorbildcharakter eine große Breitenwirkung – inzwischen gibt es über 200 Schüler:innenlaboratorien in ganz Deutschland. Im Projekt werden Schüler:innen unterschiedlichen Alters und sozialer Herkunft gleichermaßen gefördert und ihr Interesse an den MINT-Fächern geweckt. Das Agnes-Pockels-SchülerInnenlabor bietet Schüler:innen nicht nur einen Ort, an dem sie unter Laborbedingungen experimentieren können. Das Team um Petra Mischnick hat darüber hinaus seit 2003 bereits über 70 Experimente aus verschiedenen Themenbereichen entwickelt, die Kinder und Jugendliche in Kita oder Schule durchführen können. Außerdem werden Experimentierkisten zu spannenden Themen (bspw. „Dem Täter auf der Spur“) verliehen und Fortbildungen für Erzieher:innen und Lehrer:innen angeboten.

Mit dem neuen Preis, der mit 7500 Euro dotiert ist, will die GDCh ein sichtbares Zeichen setzen und vorbildhaftes Engagement für Chancengleichheit in der Chemie würdigen. Hildegard Hamm-Brücher (1921–2016) war Chemikerin und wurde 1945 bei Nobelpreisträger Professor Heinrich Wieland in München promoviert. Nach Kriegsende wurde sie Wissenschaftsredakteurin bei der Neuen Zeitung. Dort traf sie mit Theodor Heuss, ihrem politischen Mentor, und vielen anderen demokratisch Gesinnten zusammen. Hildegard Hamm-Brücher galt als „Grande Dame“ der deutschen Nachkriegspolitik. Sie stand nicht nur für Freiheit und Demokratie, sondern auch für ein konsequent wertebasiertes Handeln. Unermüdlich kämpfte sie gegen Missstände an. Sie setzte sich u.a. für ein besseres Bildungssystem ein und ermutigte Frauen, sich mehr zu engagieren. Im Jahr 1994 wurde sie als erste Frau für die Bundespräsidentenwahl nominiert. Neben ihren öffentlichen Ämtern zeigte sie großes gesellschaftliches Engagement und erhielt zahlreiche Ehrungen.

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